Archiv der Kategorie: Leuchtfeuer

Leuchtfeuer 7

131112 31Alcatraz, San Francisco, Kalifornien: Der erste nicht in Kanada fotografierte Leuchtturm steht auf der einsamen Insel Alcatraz Island in der Bucht von San Francisco. Er war bei seiner Erbauung im Jahr 1853 der erste Leuchtturm an der us-amerikanischen Westküste und wurde somit auch Zeuge vom Erdbeben 1906 und damit des grossen Brands, bei dem San Francisco fast komplett zerstört wurde.
Der damalige Wärter Henry W. Young schrieb in sein Logbuch „5:30 A.M. violent and continious earthquake … San Franscisco on fire … is this the end of the world? Terrible seeing S.F. from here.“
Doch auch ein anderer wurde Teil der Geschichte um Alcatraz – Harry Davis. Nach der Battle of Alcatraz, bei der mehrere Insassen und Wärter ums Leben kamen notierte er „The end of 44 hours of living hell.“
Doch es wird wohl nie gelöst werden, ob die Flucht von Frank Morris und den Gebrüdern Anglin erfolgreich war. Weder konnten die Leichen geborgen werden, noch wurden die Überlebenden entdeckt, was natürlich jede Seite für sich günstig auslegt. Hier konnte auch der Alcatraz Island Lighthouse kein Licht ins Dunkel bringen.
Die bekanntesten Insassen waren aber wohl Robert Franklin „Birdman“ Stroud und Al Capone.

Eric der Wikinger

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Leuchtfeuer 6

Ucluelet, Vancouver Island, BC: Eben noch in Vancouver, jetzt auch schon auf Vancouver Island. Mit der Fähre und meinen fünf Mitstreitern ging es los, die schöne Insel zu erkundigen. Unterwegs noch beim LCBO Bier besorgen, einen Hitchhiker namens Mowgli aufsammeln, der sich selbst als Earthling bezeichnete und dann Richtung ersten Halt Tofino aufbrechen – der andere Ort, den konnte Anfangs keiner mit Namen aussprechen. Glücklicherweise halfen uns die die Einheimischen die uns sagten, dass niemand den Ort Ucluelet nennt, sondern vielmehr liebevoll „Juki“. Der Name ist abgeleietet aus dem indianischen Wort für „Sicherer Hafen“.
130831 03 UclueletIrgendwo in der Nähe war angeblich auch das Rainbow-Gathering, aber ausser ein paar Hippies auf dem Parkplatz haben wir Niemanden gesehen. Also machten wir uns auf die örtlichen Gegebenheiten zu erkundigen und einen Blick auf die Schönheiten zu werfen. Dabei hatte ich natürlich ein besonderes Augenmerk auf den ansässigen Leuchtturm Amphitrite Point gelegt. Dieser war auf Grund des schlechten, regnerischen Wetters in Kombination mit dem kleinen Gebäude nie bewohnt, sondern wurde jeden Tag vom Leuchtturmwärter entzündet, der eine knappe Meile entfernt lebte. 130831 10 Lighthouse UclueletDie Namensgeberin des Leuchturms wurde aus der griechischen Mythologie entlehnt und ist die Frau des Meeresgottes Poseidon, scheinbar seine einzige – ich kann es kaum glauben. Auch kaum zu glauben sind die Kosten von $141.54 gerade in Zeiten wenn vielleicht noch um Milliarden gefeilscht wird bei diversen Bahnhöfen und/oder Flughäfen. Ok, und ich probiers nochmal … Jukju, verdammt, schön wars in Juki.

Eric der Wikinger

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Leuchtfeuer 5

Toronto, Ontario: Bei diesem Gebäude bin ich mir zwar sicher, dass es sich um einen Leuchtturm handelt, allerdings konnte ich ihn nirgends im Netz ausfindig machen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich aber auch nicht besonders lange gesucht habe. Stehen tut dieses schöne Gebäude an der Waterfront Toronto am Lake Ontario, einem der fünf grossen Seen zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten. Näher hinlaufen oder eine Besichtigung waren allerdings nicht möglich.121109 01 Lighthouse
Ich bin auch eher zufällig auf ihn gestossen und er war nicht wie etwas später, das ausgemachte Ziel eines meiner Lighthousehunts. Es war während einem meiner zahlreichen Spaziergänge in Toronto, dass mir dieser Leuchtturm über den Weg lief. Ich machte ein Foto, schaute kurz ob eine Besichtigung möglich war und trollte mich meines Weges, nichtsahnend dass noch viele Bilder folgen sollten.Von der Optik erinnert er mich ziemlich an den Leuchtturm in Victoria by the Sea auf PEI. Allerdings ist dieser gemauert und nicht aus Holz. Die Farbgebung ist bis auf den dunklen Rumpf identisch, beide besitzen zur Fotoseite ein Fenster und eine quadratische Grundfläche. Allerdings ist dieser hier deutlich grösser als sein kleiner Bruder auf Prince-Edward-Island.
Ha, ich hab rausgefunden wie er heisst, er hört auf den wohlklingenden Namen Toronto East Entrance Outer. Erbaut wurde das erste Licht an dieser Stelle 1898 und ersetzte das improvisierte Licht, welches vorher den Schiffen den Weg wies.

Eric der Wikinger

Quelle: http://www.lighthousefriends.com

Leuchtfeuer 4

Victoria by the Sea, PEI: Auch auf Prince-Edward-Island gibt es den einen oder anderen netten Leuchtturm zu besuchen. Zu einem, bei Victoria by the Sea mit dem Namen Leards Range Front Lighthouse, hat mich mein Couchsurfinghost Bob gefahren. Der etwa zehn Meter hohe Turm ist sehr schön an der Victoria Wharf gelegen und wurde 1874 erbaut um im wichtigsten Hafen im Südwesten der Insel für Orientierung zu sorgen. Geöffnet hat er vom 1. Juli bis zum 15. September und auch das Victoria Seaport Museum nebenan soll einen Besuch wert sein. Doch das Örtchen Victoria hat neben der wunderschönen Lage auch noch den grössten Baum der Insel zu bieten. Man mag sich gerne streiten, ob hierbei die Menge an Holz, die Höhe, die Weite, das Gewicht oder das persönliche Empfinden rangezogen werden muss, aber Tatsache ist – das Teil ist riesig. Verschafft euch aber selbst einen Eindruck.
Weiter ging es danach zur Confederation Bridge. Hier gibt es den Port Borden Range Rear Lighthouse, aber die Brücke ist in diesem Fall um ein vielfaches beeindruckender. Sie wurde 1993 bis 1997 für eine runde Milliarde Kanadischer Dollar erbaut und verbindet nun PEI mit New Brunswick an der schmalsten Stelle der Northumberland-strasse. Mit Ihren 12,88 km ist sie die längste Brücke Kanadas und gehört auch zu den längsten Brücken der Welt. Empfehlenswert ist hierbei die An- oder Weiterreise per Bus, da man aus dem Auto auf Grund der hohen Geländer kaum einen Ausblick aufs Meer hat. Die Nutzung der Brücke ist auf der Hinfahrt frei, bei der Fahrt auf das Festland wird allerdings eine nicht geringe Gebühr von über 40.00 C$ erhoben. Diese gilt sowohl für die Touristen als auch für einheimische Inselbewohner.
Sowohl zu der Confederation Bridge als auch zum obigen Leuchtturm kann man nette Videos im Internet finden. Diese zeigen vor allem bei der Brücke, um welch imposantes Bauwerk es sich hierbei handelt, welches bei den Einheimischen  oft nur als The Bridge bezeichnet wird. Ein Ausflug ist sie aber allemal wert, auch um am rostroten Strand spazieren zu gehen, oder seine letzten Dollars im Giftshop mit Lobsterchips und Raspberry Cardial auf den Kopf zu hauen (würg).

Eric der Wikinger

Quelle: Wikipedia
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Leuchtfeuer 3

Victoria, British Columbia: Am 13.09.2013, ich weiss es ist schon ein wenig her, bin ich mit Justin und Becky zum Fisgard Lighthouse und zum Fort Rodd Hill gegangen bzw. mit dem Bus gefahren. Ersteres hat mich brennend interessiert, da ich von diesen Bauwerken völlig überraschend fasziniert bin, zweiteres weniger, da ich mit Militärstützpunkten kaum etwas anzufangen weiss. Fisgard LighthouseDa sich aber beide auf dem gleichen Gelände befanden und auch immer noch befinden, hoffe ich, dass mein Eintritt dem Leuchtturm zugute kam. Naja im Zweifel ist es mir egal, ich hoffe Sie verwenden es im besten Wissen und Gewissen.
Wie schon gesagt, konnte ich ein paar Leute für diesen Kurztrip nach der Arbeit im Hostel gewinnen. Zum Glück,  da ich keine Lust hatte längere Zeit alleine im Bus zu sitzen. Ist zwar nett in den Doppeldeckern ganz vorne zu sitzen, aber in Gesellschaft fühlt man sich gleich doppelt gut unterhalten.
Ich habe hier auch mal die Wegbeschreibung aus einem meiner alten Dokumente rauskopiert.

– Take the # 50 from corner of Douglas at Pandora to the „Western Exchange“
– Going back 50 meters to Wendys, turn right into Ocean Blvd.
– After 300 meters turn left and follow the Ocean Blvd.
– After 2 km/30 min you arrive the entrance of the Ford Rodd Hill
– Adress 603 Fort Rodd Hill Rd, Vicoria, BC V9C 1E6

Fisgard LighthouseNach ca. 60 Minuten erreichten wir den Eingang zum Gelände und entrichteten unseren Obolus. Das Gebiet auf dem beide Bauwerke  stehen, ist grösser als man Anfangs vermutet und diverse Rehe und Füchse treiben hier ihr Unwesen, sagen sich “Gute Nacht” und lassen sich von Besuchern eigentlich so gar nicht beeindrucken. Sobald man die Festungsanlagen dann hinter sich lässt, kommt man über einen kleinen Damm zum Fisgard Lighthouse, der die Seefahrer von der Strasse Juan de Fuca in den Hafen von Esquimalt lotste. Der 1860 erbaute Leuchtturm gilt als der erste seiner Art an der Westküste von Vancouver Island und beherbergte bis 1929  insgesamt 12 verschiedene Leuchtturmwärter, sofern man “Amelia Bevis and her niece” als eine Person zählt. Im Inneren des Gebäudes werden diverse Geschichten erzählt. Diese ranken sich um den Leuchtturm und ein Leben voller Strapazen. Auch einige Gebrauchsgegenstände aus der Zeit des 19. Jahrhunderts sind zu sehen. Leider war es auf Grund der Uhrzeit nicht möglich auf die oberste Plattform zu gelangen, da dieser Zugang verschlossen war. Nichts desto trotz war der Fisgard Lighthouse einer der schönsten Leuchttürme Kanadas, den wir auf Grund der Lage und des fantastischen Wetters bestimmt nicht vergessen werden.

Eric der Wikinger

Leuchtfeuer 2

Leuchtturm Woody PointWoody Point, Newfoundland: Ein sehr schöner Leuchtturm, bzw. ein sehr schön gelegener Leuchtturm befindet sich im östlichen Neufundland an der Bonne Bay im Gros Morne National Park (Unesco Weltkulturerbe seit 1987). Dieser wurde in Woody Point im Jahre 1959 erbaut, obwohl das erste Gebäude seiner Art schon 1919 errichtet wurde.

Erreichbar ist er entweder von Norris Point mit der Fähre, oder per Auto über die 431. Nicht weit entfernt von dort liegen auch die Tablelands, die nicht nur aus geologischer Sicht beeindruckend sind.

Auf alle Fälle sollte man sich für diesen National Park einige Tage Zeit gönnen, um den Gros Morne Mountain, die Pissing Mare Falls, die oben erwähnten Tablelands oder einfach die netten Menschen kennen zu lernen.

Eric der Wikinger

Quelle: www.lighthousefriends.com

Leuchtfeuer 1

Grand Manan, New Brunswick: Begonnen hat alles mit ein paar Bildern, geschossen für einen Weihnachtskalender für meine Mutter, geendet hat es mit einer vollen Festplatte und etlichen Gigabytes Bildmaterial.

130506 09 Trip Swallow Tail LighthouseDer Swallowtail Lighthouse wurde erbaut im Jahr 1860 auf einer Klippe am nordwestlichen Zipfel der Insel in der Nähe von North Head, leicht zu erreichen vom Fährhafen, sei es zu Fuss oder mit dem Auto. Er ist ganzjährig zugänglich, allerdings nur über eine Treppe und eine hölzerne Brücke zu erreichen. Sollte diese gesperrt sein, kann er nur aus der Ferne bewundert werden. Wartungsarbeiten werden aber meist im Frühjahr (April Mai), nach einer rauhen Wintersaison durchgeführt. Angeschlossen ist eine Touristeninformation (Führungen werden angeboten), ein Museum und die Wetterstation. Auf Grund der Lage der schönste Leuchtturm auf der Insel und einer der schönsten Kanadas.

Leuchtturm - Long EddyLong Eddie Point (1873) begann seine Karriere eigentlich als “Fog Station” und wurde erst 98 Jahre nach seiner Erbauung zu einem vollwertigen Leuchtturm. Der Leuchtturm liegt direkt an der Strasse und lässt sich ziemlich gut mit dem Auto erreichen. Auch zu Fuss ist es kein Problem, aber von North Point aus ca. 6 Kilometer.  Er stellt kein perfektes Fotomotiv dar, wobei man mit einer guten Kamera oder etwas mehr Geschick, einiges rausholen kann. Vom Leuchtturm ist es ein kurzer Weg zum Kiesstrand an dem allerlei Treibgut liegt. Die beiden ehemaligen Häuser des Leuchtturmwärters sind mittlerweile an Privatleute verkauft.

Leuchtturm - South West Head LightSouthwest Head steht direkt auf einer Klippe im Süden der Insel und ist meist im Nebel versunken, aus diesem Grund schallt das Nebelhorn weit auf das Meer hinaus. Ein neues Gebäude ersetzte das hölzerne im Jahre 1960, achtzig Jahre nach dessen Erbauung. Direkt daneben bedfindet sich ein Funkturm für die Canadian Coast Guard.

Leuchtturm - Long Point LighthouseDer vierte Leuchtturm steht eigentlich gar nicht auf Grand Manan sondern auf White Head Island. Den Namen erhielt die Insel, auf Grund eines Kalkfelsens an der Südwestküste der Insel. Long Point (1929) war ursprünglich auch nur eine “Fog Station” wurde aber wie Long Eddie Point zu einem Leuchtturm umgebaut. Um ihn zu erreichen, muss man vom Parkplatz ca. 20 min am Strand laufen. Die Fähre nach White Head Island ist kostenlos.

Weitere Leuchttürme auf Grand Manan – Gannet Rock, Machias Seal Island, Fish Fluke Point, Great Duck Island, Gull Cove.

Eric der Wikinger

Quelle: www.grandmanannb.com