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Stanley Park – Im Herzen Vancouvers

Stanley Park, Vancouver, BC: Jeder der schon einmal in Vancouver, oder wie es die Einheimischen auf Grund schlechter Witterungsverhältnisse auch gerne nennen – Raincouver, hat sich gewiss den Stanley Park angesehen. 130817 07Der grösste Stadtpark Kanadas und der drittgrösste Nordamerikas befindet sich direkt neben der Innenstadt an der Nordspitze einer Halbinsel, die in den Fjord Burrard Inlet hineinragt. Einer der Sehenswürdigkeiten ist die 8,8 km lange Ufermauer, die um den Park führt und sowohl für Fussgänger, als auch für Fahrradfahrer und Inlineskater zugänglich ist. Also nichts wir rauf auf die Piste und immer schön mit dem Strom schwimmen. Vom Park aus hat man auch eine hervorragende Aussicht auf Downtow130817 18n Vancouver, aber auch andere Sehenswürdigkeiten geben sich hier die Klinke in die Hand. Auf alle Fälle wären hier die Totempfähle zu erwähnen, aber die Hoffnung, dass man sich hier alleine aufhält, kann man schnell ad acta legen. Nach einigem hin und her hab ich es aber endlich geschafft, keine japanischen Schulklassen, deutsche Birkenstockträger oder sonstige Klischeetouristen auf meinem Bild zu haben. Und Ihr könnt mir glauben, dass war eine wahre Mammutaufgabe. Aber trotz der unglaublichen Menge an Menschen, die jährlich hier her strömen, wirkt es nicht überfüllt, da sich diese auf dem ganzen Weg relativ gut ver130817 27teilen und ein Grossteil, weder die Zeit noch die körperliche Verfassung mitbringt, sich den ganzen Park anzuschauen. Weiter ging es also, vorbei an der Nine O´Clock Gun Richtung Brockton Point Lighthouse, wo ich an diesem Kunstwerk vorbei gelaufen bin. Nach diesen „anstrengenden“ ersten Kilometern suchte ich mir ungefähr auf Höhe der Kleinen Meerjungfrau  einen Platz direkt am Ufer um meine Seele etwas baumeln zu lassen und um selber künstlerisch tätig zu werden. Ganz so gut kann ich es nicht, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Doch selbst vom Lehrling bin ich noch weit entfernt, aber was solls, Hauptsache es macht Spass. Und hier seht ihr das Unikat von DSC01670der Lions Gate Bridge, welche Downtown Vancouver mit Nord- und West-Vancouver verbindet. Diese Brücke muss man auch nehmen, sollte man mit der Fähre nach Vancouver Island, bzw. Nanaimo gondeln. Danach ist mir leider mein Akku abgeschmiert, so dass ich leider keine Bilder von einem ziemlich schönen Sonnenuntergang, mit Tankern die vor der Küste lagen, habe. Und auch die Seven Sisters konnte ich leider nicht mehr für die Nachwelt dokumentieren – aber dafür wäre ich auch mit Fotoapparat ca. 50 Jahre zu spät gekommen.

Eric der Wikinger

Leuchtfeuer 6

Ucluelet, Vancouver Island, BC: Eben noch in Vancouver, jetzt auch schon auf Vancouver Island. Mit der Fähre und meinen fünf Mitstreitern ging es los, die schöne Insel zu erkundigen. Unterwegs noch beim LCBO Bier besorgen, einen Hitchhiker namens Mowgli aufsammeln, der sich selbst als Earthling bezeichnete und dann Richtung ersten Halt Tofino aufbrechen – der andere Ort, den konnte Anfangs keiner mit Namen aussprechen. Glücklicherweise halfen uns die die Einheimischen die uns sagten, dass niemand den Ort Ucluelet nennt, sondern vielmehr liebevoll „Juki“. Der Name ist abgeleietet aus dem indianischen Wort für „Sicherer Hafen“.
130831 03 UclueletIrgendwo in der Nähe war angeblich auch das Rainbow-Gathering, aber ausser ein paar Hippies auf dem Parkplatz haben wir Niemanden gesehen. Also machten wir uns auf die örtlichen Gegebenheiten zu erkundigen und einen Blick auf die Schönheiten zu werfen. Dabei hatte ich natürlich ein besonderes Augenmerk auf den ansässigen Leuchtturm Amphitrite Point gelegt. Dieser war auf Grund des schlechten, regnerischen Wetters in Kombination mit dem kleinen Gebäude nie bewohnt, sondern wurde jeden Tag vom Leuchtturmwärter entzündet, der eine knappe Meile entfernt lebte. 130831 10 Lighthouse UclueletDie Namensgeberin des Leuchturms wurde aus der griechischen Mythologie entlehnt und ist die Frau des Meeresgottes Poseidon, scheinbar seine einzige – ich kann es kaum glauben. Auch kaum zu glauben sind die Kosten von $141.54 gerade in Zeiten wenn vielleicht noch um Milliarden gefeilscht wird bei diversen Bahnhöfen und/oder Flughäfen. Ok, und ich probiers nochmal … Jukju, verdammt, schön wars in Juki.

Eric der Wikinger

Quelle: www.lighthousefriends.com

Leuchtfeuer 3

Victoria, British Columbia: Am 13.09.2013, ich weiss es ist schon ein wenig her, bin ich mit Justin und Becky zum Fisgard Lighthouse und zum Fort Rodd Hill gegangen bzw. mit dem Bus gefahren. Ersteres hat mich brennend interessiert, da ich von diesen Bauwerken völlig überraschend fasziniert bin, zweiteres weniger, da ich mit Militärstützpunkten kaum etwas anzufangen weiss. Fisgard LighthouseDa sich aber beide auf dem gleichen Gelände befanden und auch immer noch befinden, hoffe ich, dass mein Eintritt dem Leuchtturm zugute kam. Naja im Zweifel ist es mir egal, ich hoffe Sie verwenden es im besten Wissen und Gewissen.
Wie schon gesagt, konnte ich ein paar Leute für diesen Kurztrip nach der Arbeit im Hostel gewinnen. Zum Glück,  da ich keine Lust hatte längere Zeit alleine im Bus zu sitzen. Ist zwar nett in den Doppeldeckern ganz vorne zu sitzen, aber in Gesellschaft fühlt man sich gleich doppelt gut unterhalten.
Ich habe hier auch mal die Wegbeschreibung aus einem meiner alten Dokumente rauskopiert.

– Take the # 50 from corner of Douglas at Pandora to the „Western Exchange“
– Going back 50 meters to Wendys, turn right into Ocean Blvd.
– After 300 meters turn left and follow the Ocean Blvd.
– After 2 km/30 min you arrive the entrance of the Ford Rodd Hill
– Adress 603 Fort Rodd Hill Rd, Vicoria, BC V9C 1E6

Fisgard LighthouseNach ca. 60 Minuten erreichten wir den Eingang zum Gelände und entrichteten unseren Obolus. Das Gebiet auf dem beide Bauwerke  stehen, ist grösser als man Anfangs vermutet und diverse Rehe und Füchse treiben hier ihr Unwesen, sagen sich “Gute Nacht” und lassen sich von Besuchern eigentlich so gar nicht beeindrucken. Sobald man die Festungsanlagen dann hinter sich lässt, kommt man über einen kleinen Damm zum Fisgard Lighthouse, der die Seefahrer von der Strasse Juan de Fuca in den Hafen von Esquimalt lotste. Der 1860 erbaute Leuchtturm gilt als der erste seiner Art an der Westküste von Vancouver Island und beherbergte bis 1929  insgesamt 12 verschiedene Leuchtturmwärter, sofern man “Amelia Bevis and her niece” als eine Person zählt. Im Inneren des Gebäudes werden diverse Geschichten erzählt. Diese ranken sich um den Leuchtturm und ein Leben voller Strapazen. Auch einige Gebrauchsgegenstände aus der Zeit des 19. Jahrhunderts sind zu sehen. Leider war es auf Grund der Uhrzeit nicht möglich auf die oberste Plattform zu gelangen, da dieser Zugang verschlossen war. Nichts desto trotz war der Fisgard Lighthouse einer der schönsten Leuchttürme Kanadas, den wir auf Grund der Lage und des fantastischen Wetters bestimmt nicht vergessen werden.

Eric der Wikinger