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Warum Kanada?

130416 01 Hockey Hall of Fame with Björn KrellerWelches Land, diese Frage stellt sich wahrscheinlich jeder am Anfang seiner Planung. Am Anfang gab es verschiedene Möglichkeiten die ich gedanklich alle durchgespielt habe. Ursprünglich hatte ich die Idee, ein halbes Jahr England und ein halbes Jahr Spanien zu bereisen, danach würde ich zwei Sprachen fliessend sprechen. Dieser Illusion gab ich mich kurz hin, bis ich auf meine eher rudimentären Englischkenntnisse und die noch schlechteren Fähigkeiten in Spanisch verwiesen wurde, mit dem Zusatz, dann sprichst du keine Sprache annähernd gut. Also entschied ich, mich vorerst nur auf Länder zu konzentrieren in denen man englisch spricht. Hierbei kamen erst einmal folgende Länder/Gebiete in die engere Auswahl – Kanada, USA, GB, Malta, Ozeanien. Zweitens wollte ich dort sowohl reisen als auch arbeiten und als letzten Punkt war mir wichtig, dass sich einige Kilometer zwischen mir und Deutschland befinden, damit keine falschen Hoffnungen auf eine Rückkehr zu Geburtstagen,130118 04 Flag Canada Weihnachten usw. aufkommen würde. Hierbei fielen die europäischen Länder der Zensur zum Opfer. Also musste ich nur noch zwischen Ozeanien und Nordamerika entscheiden. Man könnte jetzt meinen auf Grund wäre, dass W&T Ü30 nur in Kanada möglich ist. Aber so einfach habe ich es mir nicht gemacht, tatsächlich spielten noch einige andere Gründe eine Rolle.
Nimm einfach ein schönes Foto, welches Freunde in Australien aufgenommen haben. Auf jedem findest du wahrscheinlich 50 Tiere, die dich mit einem Biss oder dem Hieb des Stachels töten können und zwar so richtig fies mit Gift – du bekommst keine Luft, die Organe setzen aus und dein Blut wird zu einer gallertartigen Masse. Dagegen ist der Prankenhieb eines Eisbären ein ziemlich sauberer Tod. OK, ok, ich weiss, auf Neuseeland gibt es keine giftigen Tiere, aber wer würde nur in Neuseeland bleiben. Der nächste Punkt wäre die unerträgliche Hitze. Bei 35 ºC will ich mich nicht mehr bewegen. Ich weiss es gibt Menschen die verfallen bei -10 ºC in eine Art Winterstarre, aber davon bin ich glücklicherweise nicht betroffen. Und auf die Idee im Winter zelten zu gehen, bin ich auch nicht gekommen. Und last but not least waren erstaunlicherweise in Kanada doch weniger deutsche unterwegs als lt. Hörensagen in Australien. Also pro und contra nochmal in einer kurzen Übersicht.

+ weniger tödliche Tiere – nur der Eisbär
+ weit weg
+ nicht so heiss
+ Englisch als Muttersprache
+ Hohe Sicherheits- und Hygienestandards
+ ein wenig günstiger als Australien
+ weniger Deutsche als in Australien
+ ich kann meine Verwandten in LA besuchen

– trotzdem teuer
– viele Touristen an der Westküste
– sehr kalt im Winter
– kein Kulturschock

Eric der Wikinger

Stanley Park – Im Herzen Vancouvers

Stanley Park, Vancouver, BC: Jeder der schon einmal in Vancouver, oder wie es die Einheimischen auf Grund schlechter Witterungsverhältnisse auch gerne nennen – Raincouver, hat sich gewiss den Stanley Park angesehen. 130817 07Der grösste Stadtpark Kanadas und der drittgrösste Nordamerikas befindet sich direkt neben der Innenstadt an der Nordspitze einer Halbinsel, die in den Fjord Burrard Inlet hineinragt. Einer der Sehenswürdigkeiten ist die 8,8 km lange Ufermauer, die um den Park führt und sowohl für Fussgänger, als auch für Fahrradfahrer und Inlineskater zugänglich ist. Also nichts wir rauf auf die Piste und immer schön mit dem Strom schwimmen. Vom Park aus hat man auch eine hervorragende Aussicht auf Downtow130817 18n Vancouver, aber auch andere Sehenswürdigkeiten geben sich hier die Klinke in die Hand. Auf alle Fälle wären hier die Totempfähle zu erwähnen, aber die Hoffnung, dass man sich hier alleine aufhält, kann man schnell ad acta legen. Nach einigem hin und her hab ich es aber endlich geschafft, keine japanischen Schulklassen, deutsche Birkenstockträger oder sonstige Klischeetouristen auf meinem Bild zu haben. Und Ihr könnt mir glauben, dass war eine wahre Mammutaufgabe. Aber trotz der unglaublichen Menge an Menschen, die jährlich hier her strömen, wirkt es nicht überfüllt, da sich diese auf dem ganzen Weg relativ gut ver130817 27teilen und ein Grossteil, weder die Zeit noch die körperliche Verfassung mitbringt, sich den ganzen Park anzuschauen. Weiter ging es also, vorbei an der Nine O´Clock Gun Richtung Brockton Point Lighthouse, wo ich an diesem Kunstwerk vorbei gelaufen bin. Nach diesen „anstrengenden“ ersten Kilometern suchte ich mir ungefähr auf Höhe der Kleinen Meerjungfrau  einen Platz direkt am Ufer um meine Seele etwas baumeln zu lassen und um selber künstlerisch tätig zu werden. Ganz so gut kann ich es nicht, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Doch selbst vom Lehrling bin ich noch weit entfernt, aber was solls, Hauptsache es macht Spass. Und hier seht ihr das Unikat von DSC01670der Lions Gate Bridge, welche Downtown Vancouver mit Nord- und West-Vancouver verbindet. Diese Brücke muss man auch nehmen, sollte man mit der Fähre nach Vancouver Island, bzw. Nanaimo gondeln. Danach ist mir leider mein Akku abgeschmiert, so dass ich leider keine Bilder von einem ziemlich schönen Sonnenuntergang, mit Tankern die vor der Küste lagen, habe. Und auch die Seven Sisters konnte ich leider nicht mehr für die Nachwelt dokumentieren – aber dafür wäre ich auch mit Fotoapparat ca. 50 Jahre zu spät gekommen.

Eric der Wikinger

Konservative um Harper verlieren Wahl 2015

Lang ersehnt und endlich geschafft – die Konservativen um Harper bilden nicht mehr die Regierung. Diese werden zukünftig die Liberalen um Justin Trudeau stellen, der damit in die Fussstapfen seines Vaters tritt. Die NDP bleibt hinter den erhofften Erwartungen zurück. Hoffen wir das beste.

Eric der Wikinger

Niagarafälle

Niagarafälle, Ontario: Mitte November machte ich mich auf den Weg, weswegen ich ursprünglich meine Reise in Toronto gestartet habe – die Niagarafälle. 121113 03 Happy commercializationIch gab mich zwar nicht der Illusion meiner beiden Begleiter hin, dass wir uns durch einen Urwald kämpfen müssen, um dann ganz allein auf diese prachtvollen Wasserfälle blicken zu können, aber ich muss gestehen, dass ich dieses Ausmass an Kommerzialisierung auch nicht habe kommen sehen, geschweige denn erwartet habe. Eine Geisterbahn schmiegt sich an eine bekannte US-Fastfoodkette, ein Gruselkabinett an ein Spiegellabyrinth und Giftshops stehen dicht an dicht, wie römische Legionäre in den Asterixcomics. Weiterlesen

Leuchtfeuer 5

Toronto, Ontario: Bei diesem Gebäude bin ich mir zwar sicher, dass es sich um einen Leuchtturm handelt, allerdings konnte ich ihn nirgends im Netz ausfindig machen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich aber auch nicht besonders lange gesucht habe. Stehen tut dieses schöne Gebäude an der Waterfront Toronto am Lake Ontario, einem der fünf grossen Seen zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten. Näher hinlaufen oder eine Besichtigung waren allerdings nicht möglich.121109 01 Lighthouse
Ich bin auch eher zufällig auf ihn gestossen und er war nicht wie etwas später, das ausgemachte Ziel eines meiner Lighthousehunts. Es war während einem meiner zahlreichen Spaziergänge in Toronto, dass mir dieser Leuchtturm über den Weg lief. Ich machte ein Foto, schaute kurz ob eine Besichtigung möglich war und trollte mich meines Weges, nichtsahnend dass noch viele Bilder folgen sollten.Von der Optik erinnert er mich ziemlich an den Leuchtturm in Victoria by the Sea auf PEI. Allerdings ist dieser gemauert und nicht aus Holz. Die Farbgebung ist bis auf den dunklen Rumpf identisch, beide besitzen zur Fotoseite ein Fenster und eine quadratische Grundfläche. Allerdings ist dieser hier deutlich grösser als sein kleiner Bruder auf Prince-Edward-Island.
Ha, ich hab rausgefunden wie er heisst, er hört auf den wohlklingenden Namen Toronto East Entrance Outer. Erbaut wurde das erste Licht an dieser Stelle 1898 und ersetzte das improvisierte Licht, welches vorher den Schiffen den Weg wies.

Eric der Wikinger

Quelle: http://www.lighthousefriends.com

Cool Runnings in Calgary

Calgary, Alberta: Natürlich habe ich nicht nur an der Ostküste Kanadas meine Zeit verbracht. Nach neun Monaten zog es mich in die Olympiastadt Calgary. 130807 09Trotz mehrfachen Überlgegens ob ich jetzt die Strecke trampen soll, habe ich mich schlussendlich dafür entschieden den Flieger zu nehmen. Dies war zwar teurer als das Ticket von Frankfurt nach Toronto, aber ich hab es auch erst drei Tage vorher gebucht. Eine Buslinie von St. Johns zum Flughafen gab es leider nicht, bzw. hielt diese 6 Kilometer vor dem Ziel, und einen solchen Marsch wollte ich mir mit knapp 30 kg Gepäck dann doch nicht geben. Also habe ich mir ganz dekadent ein Taxi kommen lassen. Vom Flug habe ich relativ wenig mitbekommen, da ich in einem Anfall geistiger Umnachtung, vor diesem nicht geschlafen hatte – und es ging los um 8:35 Uhr in der Früh. Weiterlesen

Leuchtfeuer 4

Victoria by the Sea, PEI: Auch auf Prince-Edward-Island gibt es den einen oder anderen netten Leuchtturm zu besuchen. Zu einem, bei Victoria by the Sea mit dem Namen Leards Range Front Lighthouse, hat mich mein Couchsurfinghost Bob gefahren. Der etwa zehn Meter hohe Turm ist sehr schön an der Victoria Wharf gelegen und wurde 1874 erbaut um im wichtigsten Hafen im Südwesten der Insel für Orientierung zu sorgen. Geöffnet hat er vom 1. Juli bis zum 15. September und auch das Victoria Seaport Museum nebenan soll einen Besuch wert sein. Doch das Örtchen Victoria hat neben der wunderschönen Lage auch noch den grössten Baum der Insel zu bieten. Man mag sich gerne streiten, ob hierbei die Menge an Holz, die Höhe, die Weite, das Gewicht oder das persönliche Empfinden rangezogen werden muss, aber Tatsache ist – das Teil ist riesig. Verschafft euch aber selbst einen Eindruck.
Weiter ging es danach zur Confederation Bridge. Hier gibt es den Port Borden Range Rear Lighthouse, aber die Brücke ist in diesem Fall um ein vielfaches beeindruckender. Sie wurde 1993 bis 1997 für eine runde Milliarde Kanadischer Dollar erbaut und verbindet nun PEI mit New Brunswick an der schmalsten Stelle der Northumberland-strasse. Mit Ihren 12,88 km ist sie die längste Brücke Kanadas und gehört auch zu den längsten Brücken der Welt. Empfehlenswert ist hierbei die An- oder Weiterreise per Bus, da man aus dem Auto auf Grund der hohen Geländer kaum einen Ausblick aufs Meer hat. Die Nutzung der Brücke ist auf der Hinfahrt frei, bei der Fahrt auf das Festland wird allerdings eine nicht geringe Gebühr von über 40.00 C$ erhoben. Diese gilt sowohl für die Touristen als auch für einheimische Inselbewohner.
Sowohl zu der Confederation Bridge als auch zum obigen Leuchtturm kann man nette Videos im Internet finden. Diese zeigen vor allem bei der Brücke, um welch imposantes Bauwerk es sich hierbei handelt, welches bei den Einheimischen  oft nur als The Bridge bezeichnet wird. Ein Ausflug ist sie aber allemal wert, auch um am rostroten Strand spazieren zu gehen, oder seine letzten Dollars im Giftshop mit Lobsterchips und Raspberry Cardial auf den Kopf zu hauen (würg).

Eric der Wikinger

Quelle: Wikipedia
Quelle: www.lighthousefriends.com

 

Auf den Spuren der Wikinger – L´Ans aux Meadows

L´Ans aux Meadows, Neufundland, Kanada: Jaja, wie lernt man es so schön in der Schule, Christoph(er) Kolumbus hat Amerika entdeckt. Ganz Amerika – ja ganz Amerika. Dabei konnten sich meine Lehrer nicht mal einigen, ob der gute Mann mit „er“ oder ohne geschrieben wird. Dass der werte Herr diese Leistung aber gar nicht für sich beanspruchen darf, war in diesem Fall scheinbar unerheblich.
Bereits um das Jahr 1000 n. Chr. entdeckte nämlich Leif der Glückliche Eriksson Nordamerika und landete in Vinland, was häufig mit Neufundland gleichgesetzt wird. 130708 01 NefoundlandEine nicht ganz so anstrengende Reise hatte ich um an die gleiche Stelle zu gelangen. Ein wenig im Flieger sitzen, ein bisschen Auto und/oder Bus fahren, das ein oder andere Festival, wieder ab ins Auto, auf die Fähre und dann war ich endlich da. Auf dem Weg habe ich noch zwei Gestalten aufgetrieben, Tomer und Erika. Meine Mitfahrgelegenheit hat mich 300 Meter vor den beiden raus gelassen mit den Worten „Alleine nimmt dich eher jemand mit“. Da ich aber Gesellschaft mag, die beiden nicht wie Mörder aussahen und ich Lust zu quatschen hatte, habe ich kurzerhand die paar Meter überbrückt und mich Ihnen angeschlossen. Nach den üblichen Fragen „Wo kommst du her, wo gehst du hin und warum zahlst du soviel Geld für die Ärzte“, beschlossen wir, zusammen in den weiten Norden hoch gefahren zu werden. Auf einer Strasse die erst in den 90ern asphaltiert wurde, ging es abhängig von der Freundlichkeit der Newfies weiter. Sprachbarrieren wurden überwunden, Schnaken erschlagen, Daumen in den Wind gestreckt, und ehe wir uns versahen, waren wir auch schon in St. Anthony. Nach einer kurzen Übernachtung an einem See mit dem vertrauenserweckenden Namen Big Devils Pond, ging es am nächsten Tag Richtung L´Ans aux Meadows. Auf dem Weg dorthin trafen wir das amerikanische Pärchen vom Daredevil Trail, die uns von einem Eisberg in der Bucht erzählten. Netterweise liessen sie sich breitschlagen uns dorthin zu kutschieren, obwohl sie ihn bereits gesehen hatten. Dies lag wohl an unserer äusserst sympatischen Art, gepaart mit hoffnungsvollen Augen voller Liebe und Zuneigung.130715 06
Da auch sie zur alten Wikingersiedlung fahren wollten, nahmen sie uns danach einfach mit. Aus historischer Sicht überragend, bietet dieses Unesco Weltkulturerbe Beschäftigung für einen halben Tag. Man kann sich Filme anschauen, top für die Belegschaft, da sie nicht immer die gleichen Fragen beantworten müssen und auch Führungen werden angeboten. Draussen ist vielleicht nicht sonderlich viel zu sehen, einige Erhöhungen im Gras, aber auch eine Nachbildung der Wikingersiedlung. Dort darf man Schwerter, Kleider und was sonst noch so zu finden ist auch in die Hand nehmen. Hiervon mussten mich die verkleideten Darsteller nicht lange überzeugen. 130715 32Das Ungewöhnlichste fand ich allerdings auf dem Parkplatz. Dort war tatsächlich ein Schild zu sehen, welches einem das Zelten an diesem Ort untersagte – verrückte Welt. Glück für uns, die Schicht war zu Ende und eine Mitarbeiterin besass die kanadaeigene Freundlichkeit uns bis zu Kreuzung Richtung St. Anthony mitzunehmen. Dort schlugen wir zu später Stunde unsere Zelte auf, beschwert mit einigen Steinen, da ich meinem Zelt bei diesem Wind nicht traute. Den Beutel mit Essen schmissen wir in den Wald in der Hoffnung die Bären nicht in unsere Richtung zu locken und dann krochen wir in unsere Höhlen.
FunFact: Sommer 2014 eine Couchsurferin von mir arbeitet dort.

Eric der Wikinger

Leuchtfeuer 3

Victoria, British Columbia: Am 13.09.2013, ich weiss es ist schon ein wenig her, bin ich mit Justin und Becky zum Fisgard Lighthouse und zum Fort Rodd Hill gegangen bzw. mit dem Bus gefahren. Ersteres hat mich brennend interessiert, da ich von diesen Bauwerken völlig überraschend fasziniert bin, zweiteres weniger, da ich mit Militärstützpunkten kaum etwas anzufangen weiss. Fisgard LighthouseDa sich aber beide auf dem gleichen Gelände befanden und auch immer noch befinden, hoffe ich, dass mein Eintritt dem Leuchtturm zugute kam. Naja im Zweifel ist es mir egal, ich hoffe Sie verwenden es im besten Wissen und Gewissen.
Wie schon gesagt, konnte ich ein paar Leute für diesen Kurztrip nach der Arbeit im Hostel gewinnen. Zum Glück,  da ich keine Lust hatte längere Zeit alleine im Bus zu sitzen. Ist zwar nett in den Doppeldeckern ganz vorne zu sitzen, aber in Gesellschaft fühlt man sich gleich doppelt gut unterhalten.
Ich habe hier auch mal die Wegbeschreibung aus einem meiner alten Dokumente rauskopiert.

– Take the # 50 from corner of Douglas at Pandora to the „Western Exchange“
– Going back 50 meters to Wendys, turn right into Ocean Blvd.
– After 300 meters turn left and follow the Ocean Blvd.
– After 2 km/30 min you arrive the entrance of the Ford Rodd Hill
– Adress 603 Fort Rodd Hill Rd, Vicoria, BC V9C 1E6

Fisgard LighthouseNach ca. 60 Minuten erreichten wir den Eingang zum Gelände und entrichteten unseren Obolus. Das Gebiet auf dem beide Bauwerke  stehen, ist grösser als man Anfangs vermutet und diverse Rehe und Füchse treiben hier ihr Unwesen, sagen sich “Gute Nacht” und lassen sich von Besuchern eigentlich so gar nicht beeindrucken. Sobald man die Festungsanlagen dann hinter sich lässt, kommt man über einen kleinen Damm zum Fisgard Lighthouse, der die Seefahrer von der Strasse Juan de Fuca in den Hafen von Esquimalt lotste. Der 1860 erbaute Leuchtturm gilt als der erste seiner Art an der Westküste von Vancouver Island und beherbergte bis 1929  insgesamt 12 verschiedene Leuchtturmwärter, sofern man “Amelia Bevis and her niece” als eine Person zählt. Im Inneren des Gebäudes werden diverse Geschichten erzählt. Diese ranken sich um den Leuchtturm und ein Leben voller Strapazen. Auch einige Gebrauchsgegenstände aus der Zeit des 19. Jahrhunderts sind zu sehen. Leider war es auf Grund der Uhrzeit nicht möglich auf die oberste Plattform zu gelangen, da dieser Zugang verschlossen war. Nichts desto trotz war der Fisgard Lighthouse einer der schönsten Leuchttürme Kanadas, den wir auf Grund der Lage und des fantastischen Wetters bestimmt nicht vergessen werden.

Eric der Wikinger

Tim Hortons – Auch in St. Anthony

Kommen wir nun zu einer kanadischen Institution, die ausserhalb Nordamerikas wahrscheinlich eher unbekannt ist – Tim Hortons. Diese kanadische Schnellrestaurantkette wurde 2014 von Burger King mal hurtig weggesnackt und einverleibt, in ihrer Menüauswahl blieb sie aber zum Glück bestehen.

St. AnthonyDie ersten Berührungen mit Timys, wie ein befreundeter Couchsurfer den Laden gerne nannte, hatte ich logischerweise in Toronto. Doch das ganze Ausmass der über 4000 Filialen erkannte ich erst, als ich im einsamen Norden Neufundlands auf einen solchen Laden stiess. Im ruhigen Städtchen St. Anthony fuhr man auf dem Weg zum Daredevil Trail und Fishing Point an einem Tim Hortons vorbei. In einem Ort mit 2000 Einwohnern, an dem man nie eine McD oder etwas vergleichbares erwartet hätte, schmiegte er sich sanft an die nicht besonders stark frequentierte Hauptverkehrstrasse. Neben der Nahrungsaufnahme konnte man hier auch noch Free WiFi und Strom ergattern, von daher ein sehr begehrtes Plätzchen für einen Backpacker.

Was für den US Amerikaner McD und ein Bic Mac ist, ist für den Kanadier Tim Hortons und ein “Double Double” (coffee with two sugars and two cream) . Die Liebe geht sogar so weit, dass du DSC02102Tim Hortons Instant Kaffee Pulver kaufen kannst, und einige Läden in Saudi-Arabien eröffnet wurden, damit niemand auf diesen unvergleichlichen Geschmack verzichten musst. Und da auch die Preise relativ human sind, im Gegensatz zu einigen anderen Sturbucks und starbucksähnlichen Unternehmen, ist die Fangemeinde eines Timmys ziemlich hoch und wahrscheinlich auch deren Umsatz. Leider hatte ich 2013 versäumt ein Bild zu schiessen, aus diesem Grund habe ich 2015 am Flughafen in Halifax dieses hier geschossen.

Eric der Wikinger